Mit 1,3 Promille über den Schulhof

Wir – die Klasse BFK.21 – waren mit unserer Fachlehrerin am 19. September 2022 bei der Verkehrserziehung auf dem Schulhof. Nach einer kurzen Einführung zum Umgang mit dem E-Roller fuhren wir die erste Probefahrt im „Normalzustand“ durch den Parcours. Danach versuchten wir unser Glück mit der „Alkoholbrille“, die quasi einen alkoholisierten Zustand suggeriert: Während der Fahrt sieht man zwei Hütchenreihen anstatt einer. Drei von uns versuchten es. Das Resultat: Keinem gelang eine einwandfreie Fahrt. Bei uns kam allerdings die Frage auf, ob die Brille tatsächlich den 1,3-Promille-Zustand simuliert. Wir denken eher an zwei oder drei Promille, denn so sieht man nicht mal nach einem schlimmen Absacker auf dem Dorffest aus. Für uns war es dennoch eine gute Erfahrung, die man erlebt haben muss. Denn, wenn man so sieht wie mit der Brille, da möchte man auf keinen Fall mehr E-Roller fahren.

Eure BFK.21


Verkehrserziehung hautnah

Es geht um Unfallsituationen und um die Sensibilisierung der Schüler. Es geht schlichtweg um Verkehrserziehung am 19. September 2022 an den BbS ABi. Feuerwehrautos brausen heran, die Polizei, Rettungswagen. Ein überschlagenes Auto liegt auf dem Schulhof, darin zwei junge Frauen. Lehrer Frank Böttcher – selbst ehrenamtlich bei der Feuerwehr – erklärt die Handlungsschritte. Eindrucksvoll wird später die Frontscheibe herausgefräst, um die Insassen zu befreien. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, hatten Koordinator und Organisator Frank Kürbitz und Schulleiterin Astrid Zosgornik in ihren Eröffnungsreden betont. 113 Verkehrstote gab es letztes Jahr in Sachsen-Anhalt, darunter waren auch Schüler der BbS ABi. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie nie in so eine Situation kommen!“, sagt die Schulleiterin. Die Verkehrserziehung ist ein weiterer Bildungsauftrag, den die Schulen erfüllen.
Eine ganze Woche bietet die Schule an beiden Standorten verschiedene Stationen wie u. a. den Überschlagsimulator, den Gurtschlitten, den Motorradfahrsimulator, Feuerlöschtraining sowie Reaktionstestungen an. Ab Dienstag gibt es dann noch ein Fahrsicherheitstraining und eine Überprüfung der Sicherheit am eigenen PKW durch die Kfz-Mechatroniker. Stemmen kann man so ein Programm natürlich nur mit vielen Partnern. Danke an die Feuerwehr und Polizei, an die Verkehrswacht, den ADAC und die Staatsanwaltschaft.

L.Dietsch




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