Hereinspaziert – Naturmalereien bis zum 28. Mai zu sehen

Die Tür zur Werkstatt ist meistens offen. „Und hereingeschaut werden, kann dann immer!“, sagt Lehrer Christian Doil. Aktuell und einschließlich bis zum 28. Mai 2021 sind in der D 252 dreizehn Werke zu sehen. „Die Bilder sind wichtig, die Informationen drum herum nicht so sehr“, betont Lehrer Christian Doil und verweist auf die Bildergalerie in der Werkstatt. Er ist stolz auf die Arbeiten der Schüler und Schülerinnen der Fachoberschule Gestaltung, genauer gesagt der BFOG.20. Denn diese haben mit Temperafarben Malereien entworfen, die sich sehen lassen können. Als Grundlage dienten Naturfotos und einmal auch Apothekergläser. „Einige haben das erste Mal so gemalt“, sagt er. Da galt es, als Lehrer zu unterstützen. „Von hinten nach vorne wird gemalt“, erklärt er. Also zuerst der Hintergrund, dann arbeiteten sich die Schüler weiter nach „vorn“ vor. Dass die Werke mit nach Hause genommen werden, freut die Schüler. Deshalb ist die Ausstellung auch nur für begrenzte Zeit zu sehen.
Ob Lehrer oder Schüler – jeder kann kommen.
(L.Dietsch)

Die hochformatigen Bilder müssen wir schuldig bleiben. Die sehen Sie leider nur in der Werkstatt.

Auf den Hund gekommen…Poetry-Slam als Workshop

Fehler, Gustav und Chrystal Meth – die drei Wörter stehen groß an der Tafel. Und 29 Schüler und Schülerinnen der BERZ.19-B und der BFOS.20-B schreiben emsig auf ihren Schreibblock. „Niemand wird hier bewertet“, sagt Aron Boks, der 23-jährige Slam-Poet. „Respect the poet“ ist eine Regel im Poetry-Slam, dem Wettbewerb, wo einfach jeder seine Texte vor Publikum aufsagen kann. Aber ausgelacht wird an diesem Tag keiner. Und schon nach der ersten kreativen Schreibrunde ist das Eis zwischen den Moderatoren Jakob Kielgaß und Aron Boks von „ ArtAusgelassen“ – einem kreativen Schreib-Workshop-Projekt – gebrochen. Es folgt die nächste Aufgabe: Eine Notlüge mit eben diesen drei Begriffen an der Tafel zu finden. Spontaneität ist da gefragt und Phantasie. Die beste Notlüge hatte Erzieher Enzo Neubert. Da klopften Mitschüler anerkennend Applaus. Sich selbst lustig beschreiben in Worten in alphabetischer Reihenfolge, auch das war für die Schüler kein Problem. Selbst in einen Hund konnten sie sich lebhaft hineinversetzen und aus dessen Perspektive argumentieren. Soviel gelacht wurde – trotz Maske – wohl schon lange nicht mehr. Am Ende konnten die eigenen Texte auch abgegeben werden. Den Text von Enzo Neubert wollten die Moderatoren unbedingt und rieten ihm „dranzubleiben“ am Schreiben. Er überlegt es sich. Lehrerin Bettina Clayton: „Die Veranstaltung war wunderbar. Ich bin ein großer Fan von Poetry-Slam.“
Das Projekt eingereicht hatten Boks und Kielgaß bei der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt und den Zuschlag erhalten. Sprach- und Schreibbegeisterung wecken und Freude am Rezitieren der eigenen Texte – alles das erfüllte das Projekt im Flug. Danke für fünf mal drei wunderbare Stunden (vom 19. bis 23.04.2021) für 150 Schüler an Aron Boks und Jakob Kielgaß und an die Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt, die das Projekt finanzierte.


Jakob Kielgaß beim Erklären


Er hat den Dreh raus: Enzo Neubert (li.) bringt mit seiner Geschichte Mitschüler zum Lachen

Sie schreiben emsig: Yasmine Fritzsche (li.) und Vanessa Peters aus der BERZ.19-B

Er führt durchs Programm: Poetry-Slammer Aron Boks


Sie warten gespannt auf die neue Aufgabe:  die Schüler der BERZ.19-B und der BFOS.20-B

L.Dietsch

Mehr lesen