Ministerpräsident Reiner Haseloff stellt sich den Schülerfragen

Nachts noch in Berlin zur Runde der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten, vormittags dann in der Aula der Berufsbildenden Schulen Anhalt-Bitterfeld (BbS ABi) am Standort Bitterfeld und ganz ohne eine Strecke zurückzulegen? Heute weiß jeder, was alles möglich ist per Videoschaltung. Und so war Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, in der Aula in Bitterfeld, ohne tatsächlich vor Ort zu sein. Er stellte sich den Fragen, die die Schüler und Schülerinnen zum Fortgang ihrer Ausbildung, zu den weiteren Corona-Maßnahmen und Perspektiven zu einer baldigen Lebensnormalität hatten. Die Frage, warum es – aufgrund der Situation – kein Aussetzen des Leistungsbewertungserlasses gibt, (dieser sieht eine bestimmte Notenzahl für jedes Fach und Lernfeld vor), beantwortete er mit dem Hinweis auf einen damit vollwertigen Abschluss. Er hoffe, dass bis zum September die Impfungen abgeschlossen werden und die Erzieher dann ihr drittes Jahr, das Anerkennungsjahr, auch in den Einrichtungen praktizieren können. Corona werde wohl später wie die Grippeschutzimpfung auf den Impfplan gesetzt, sagte er. Dass einige Maßnahmen und Vorschriften logisch nicht nachvollziehbar seien, da gab er den Schülern Recht, verwies aber immer auf die Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung. Die Schnelltests seien eine weitere Chance. Schrittweise werde man wieder öffnen, um vor allem Kontakt- und kulturelle Bedürfnissen wieder zu befriedigen. Die nächste Verordnung tritt am 8. März in Kraft. Für Ostern sehe er, wenn es die Zahlen erlauben, die Möglichkeit des Reisens innerhalb Sachsen-Anhalts. Er bedankte sich bei den Schülern, den Lehrern sowie der Schulleitung für ihre Meisterung des Unterrichts.
 

Schüler der Berz.19-B und Berz.19-A stellten ihre Fragen.


Ein Blick in die Aula.
 

L.Dietsch

Miteinander reden

Ein „Experiment“, so nannte es Doreen Aleithe-Steinig, die mit ihrer QM-Steuergruppe das Konzept der Veranstaltung entwarf. Eine neue Form der Kommunikation sollte es werden: das erste Gespräch von Kollegen gemeinsam mit Schulleitung und Personalrat. Eingeladen waren zwölf Kolleginnen und Kollegen, die an drei Tischen verteilt über ihre Erlebnisse und Erfahrungen sprachen. Im Fokus dabei die Frage: Was ist für sie eine „gute Schule“? Wo gibt es Stolpersteine? Lobenswertes und Kritisches wurde auf A0-Blättern  gesammelt und am Ende vorgestellt. Als einhellig lobenswert betrachtet wurden die angebotenen Moodle-Fortbildungslehrgänge. Als Stolperscheine für die Arbeit wiederum wurde die digitale Infrastruktur bemängelt und einfachere Kommunikationsflüsse gewünscht. Die erste Gesprächsrunde, die quasi Mitarbeitergespräch, Feedback, und Diskussion in einem war. Dabei wurde klar, dass das Ziel von Schulleitung und Kollegium dasselbe ist: eine gute Schule mit motivierten Lehrern, die gemeinsam in einem großen Team arbeiten. Die Gesprächsrunden werden im April mit weiteren Kollegen fortgesetzt.

Szenen der Gespräche: 

 

L.Dietsch

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