„Eigentlich heißt das Buch im spanischen Originaltitel ‚Durst‘“, wird Maria Meinel am Ende ihrer Lesung am 16.Juni 2026 in den BbS ABi zu den Umwelttechnologen (BUK.25 und BUA.25) sagen. Aber über das Cover und den Titel eines Buches entscheidet der Vertrieb, nicht der Verlag. Als „Die Suche nach Wasser- eine Menschheitsgeschichte“ ist das Buch von Virginia Mendoza in der Übersetzung von Maria Meinel dann erschienen. Es ist die persönlich erzählte Geschichte der Autorin Virginia Mendoza aus La Mancha, einer Gegend in Spanien, in der die Dürre Gewohnheit ist, in der man ums Wasser kämpft. Denn ohne Wasser kein Leben. Über die Bedeutung des Wassers als Ressource wird es im Gespräch mit den Schülern immer wieder gehen. Die preisgekrönte Übersetzerin spricht über ihren Arbeitsprozess, die Suche nach den richtigen Worten. In vielen wissenschaftlichen Bereichen musste sie sich belesen. Schließlich ist es ein Sachbuch, das fünf Wissenschaften direkt streift. „Das kann die KI noch nicht. Tatsächlich immer die korrekten Begriffe finden“, sagt Maria Meinel und führt Beispiele an. Und doch ist es die KI, die ihren Job massiv bedroht. Verlage setzen bei Übersetzungen immer mehr auf KI. „Dabei ist die KI ressourcenfeindlich. Denn sie verbraucht viel Energie und Wasser. Ein Chatbot trinkt für gestellte zehn Fragen ein Liter Wasser. Doch man kann auch als Einzelner etwas tun, um die Welt zu schonen“, sagt Meinel im Gespräch mit den Schülern. Und damit meint sie nicht nur den Umgang mit Wasser. Und vielleicht hat sie damit auch den Umwelttechnologen eine Tür geöffnet – eine Tür, die für viele geschlossen scheint: die Tür für Engagement und Handlungsspielraum.
Herzlichen Dank an Maria Meinel für die Einblicke in ihre Arbeit und die Lesung. Danke an den Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V. und die Schulleitung, die dieses Zusammentreffen ermöglichten und finanziell förderten.
L.Dietsch













