Zu Besuch bei Steinzeug-Keramo

Wohin verschwindet unser Abwasser, wenn es im Abfluss verschwindet? Um diese Frage zu beantworten, besuchte die Klasse BRL.24-A (Tief- und Rohrleitungsbauer) das Steinzeugwerk in Bad Schmiedeberg. Ein Betrieb, der echter europäischer Spitzenreiter ist – und in dem es viel echte Handarbeit gibt. Bevor es losging, gab es erst einmal eine Vorstellung des Betriebes und eine Sicherheitsunterweisung. Danach begann die Führung durch das Werk. Dabei erfuhren wir: Das ist das letzte Werk in ganz Europa, das überhaupt noch Rohre aus echtem Steinzeug herstellt. Steinzeug besteht aus Naturmaterialien wie Ton, Schamotte und Wasser. Diese Mischung macht die Rohre extrem langlebig, trotz aggressiver Abwässer. Obwohl moderne Maschinen beim Formen und Transportieren helfen, läuft hier längst nicht alles vollautomatisch ab. Die Handarbeit steht im Vordergrund. Gerade bei schwierigen Kurven oder Anschlüssen müssen die Mitarbeiter manuell Teile nachbearbeiten und millimetergenau anpassen. Jedes Rohr ist quasi ein echtes Qualitäts-Handwerksprodukt.
Unser Fazit: Der Ausflug zu Steinzeug-Keramo hat uns gezeigt, wie viel Aufwand, Tradition und Handarbeit in Dingen steckt, die wir im Alltag überhaupt nicht sehen. Wenn wir also das nächste Mal durch die Straßen gehen, wissen wir genau, was für speziell gefertigte Rohre unter unseren Straßen liegen.

Tessa Weferling (BRL.24-A)