Spitzenzeugnisse trotz Corona

Gleich zwei Zeugnisausgaben gab es am 22. April 2022 in Bitterfeld. 106 Auszubildende in den Bereichen Technik, Labor- und Prozesstechnik und Ernährung/Hauswirtschaft erhielten ihre Abschlusszeugnisse. „Ich bin sprachlos!“, das sagte die stellvertretende Schulleiterin Astrid Zosgornik, als sie die Ergebnisse der Abschlussklassen in Bitterfeld verkündete. Von 106 Auszubildenden erhielten 97 ein Abschlusszeugnis, 27 von ihnen konnten sogar einen höheren Schulabschluss erwerben, 28 Schüler lernten vorzeitig aus und zehn Schüler und Schülerinnen im Bereich der Labor- und Prozesstechnik schlossen mit der Note 1,0 ab. Und dass trotz der ungünstigen Situation, in der alle 2019/20 ihre Ausbildung begannen: Denn kurz nach Beginn bestimmte Corona auch die Schulbedingungen. Doch die Jugendlichen meisterten Distanz- und Wechselunterricht mit Bravour. Auch das sagte Astrid Zosgornik und bedankte sich bei Koordinatorin Anke Scholz, den Teamleitern Ramona Kaatz und Anke Paulsen und den Klassenlehrern. Und während bei der ersten Zeugnisausgabe Berufskraftfahrer Nico Siegfried Klavier spielte, wurden in der zweiten Musikvideos eingeblendet und so manche lustige Folie. Die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen verabschiedeten ihre Schüler und gaben ihnen noch so manchen Spruch mit auf den Weg. Drei Jahre sind manchmal eine kurze Zeit, wurde resümiert. So lange dauert meistens die Berufsschule in der dualen Ausbildung. Ein Wermutstropfen gab es aber dann doch noch: Die erstmal letzte Klasse der Fachpraktiker für Hauswirtschaft  wurde verabschiedet. Danach werden an der BbS ABi keine mehr ausgebildet. Es gibt leider kaum noch Jugendliche, die sich für diesen Beruf interessieren.
Machen Sie es gut und viel Glück! Vielleicht denken sie das ein oder andere Mal an die BbS ABi zurück.
PS: Die Fotos und ein Bericht zur Zeugnisausgabe in Köthen kommen noch.

L.Dietsch











Ein Märchen wird wahr

Es trug sich zu, dass im Sommer des letzten Jahres ein Kollege den anderen fragte: „Willst Du nicht meine Kindergeschichte illustrieren?“ Und der andere sagte: „Wie wäre es, wenn wir die Schüler mit ins Boot nehmen und das als Projektarbeit in den Klassen durchführen?“ Ob beide dann sofort genickt haben oder eine Weile den Kopf abwägend schief hielten – soll ein Geheimnis bleiben. Der Eine ist Kfz-Lehrer Jan Putzas, der Andere Fachlehrer für Gestaltung Christian Doil. Und was anfing wie ein Märchen, geht nun in die nächste Runde. Erledigt sind Illustrationen in verschiedenen Techniken, z.B. Aquarell, Zeichnung, digitale Gestaltung, die die Fachoberschule Gestaltung (BFOG.20 und BFOG.21) sowie die Erzieher (BERZ.20-A und BERZ.20-B) mit Lust und Liebe entwarfen. Die Helden der Geschichte aber wurden nicht nur aufs Blatt gebannt, sondern auch von den Kinderpflegern (BKPF.20-A und BKPF.20-B) als Stabfiguren fürs Puppentheater phantasievoll gestaltet. Eine erste Auswahl der Bilder ist bereits getroffen. Und während die Stabfiguren brav nebeneinander in der Werkstatt D 252 liegen, erleben sie in der Geschichte ungeheuerliche Abenteuer. Ende des Jahres soll das Kinderbuch dann fertig werden. Auch ein Verlag ist schon gefunden. Wer im Buch die Helden sind? Ein Zwerg und ein Drache. Hier an der BbS ABi sind unsere Helden die beteiligten Lehrer und Schülerinnen und Schüler und die leben und zwar jetzt und heute.

L.Dietsch

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