Er kam, sang und spielte

Nanu? Am 7. April 2022 konnte man seinen Ohren nicht trauen. Oder doch? „Iah, miau, wau-wau, kikeriki“ – ertönte es aus der Aula der BbS ABi. Puppenspieler Sebastian Günther führte vor 50 werdenden Erziehern des 1., 2. und 3. Ausbildungsjahres die Bremer Stadtmusikanten auf. Was für eine Herausforderung, alles selbst zu gestalten: Figuren, Bühnenbild und Musik und dann noch alle Märchenfiguren zu sprechen. Bei Reimen und später sächselnden Räubern gab es Szenenapplaus. Rhythmisch geklatscht wurde zu den Umbaupausen, wenn Sebastian Günther Flöte, Mandoline und Pauke gleichzeitig spielte. Und als dann alle Erzieher aufgefordert waren, die Tierstimmen nachzumachen, ließ sich das keiner und keine zweimal sagen. Und dass der Hahn ja eigentlich „nicht zu uns Vierbeinern passt“ wie Esel, Hund und Katze erst finden und sich dann doch auf ihn einlassen, das ist dann ja auch schon Pädagogik. Spätestens als die Räuber „Chef“ und „Brechstange“ in hohem Bogen aus dem Haus flogen, war das Lachen nicht mehr zu bremsen. Dass und wie eine Inszenierung funktioniert, konnten die Erzieher selbst erleben. Spannungserzeugung, Spaß, Reime und die Einbeziehung der Kinder (deren Publikumsrolle sie selbst einnahmen) mitverfolgen. Später konnten sich einige Erzieher noch im Improvisieren mit den Puppen üben und in die Rollen schlüpfen. Ein herzliches Danke an den Hallenser Puppenspieler Sebastian Günther und Respekt Coach Ronja Hohbach, die das Projekt möglich machten. Und wer dann doch nochmal schauen will, was Sebastian Günther alles anbietet, der kann auf seine Website schauen: https://www.sebastianguenther.net/

L.Dietsch

Tag der Berufsorientierung in Köthen

14:30 Uhr sind die Tische im Eingangsbereich der BbS ABi am Standort Köthen bereits besetzt mit Lehrerinnen und Lehrern. „Viele Besucher“, wünschten sich Koordinator Frank Kürbitz und auch die stellvertretende Schulleiterin Astrid Zosgornik, die sich für die Organisation bedankte. Das gesamte Lehrerkollegium der BbS ABi war in Köthen versammelt, um Schüler und Eltern über die möglichen Ausbildungsberufe zu informieren. „Reden Sie gerne?“, fragt Lehrer Sebastian Wenzel einen Jugendlichen. Die Antwort ist ein Schulterzucken. „Dann lieber nicht in den Einzelhandel!“, rät er. Denn Kommunikation ist dort das A und O. Am Stand der Pflegeschule warten drei Schüler, um über ihre Ausbildung zu berichten. Im April wird die Zwischenprüfung sein, erzählen sie. Die drei gehören zum 1. Jahrgang der 2020 neu an der BbS Abi eröffneten Pflegeschule.
Lehrerin Margret Heimann unterrichtet zur gleichen Zeit eine Familie über die Vorteile der Kinderpflegerausbildung. „Man hat die Möglichkeit, danach noch den Erzieher zu machen“, sagt sie.
Der große, helle Raum der Ergotherapeuten lockt die Besucher an. Christin Engelmann, Lehrerin in diesem Bildungsgang erklärt Besuchern die Spiegeltherapie und lässt sie diese auch gleich ausprobieren. Auch das Verfahren des Schraub-Solitaire kann erprobt werden. Hier müssen Schraubverschlüsse mit unterschiedlicher händischer Kraft gedreht werden, um die Feinmotorik zu verbessern, erklärt Christin Engelmann.
Am Ende werden es 30 Interessierte gewesen sein, die die Möglichkeit der Berufsorientierung nutzten.

L.Dietsch


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