Lebensretterin: Mops „Daphne“

Am 19.10.2017 gab Herr Mario Röllig (gebürtiger OST-Berliner) einen ergreifenden Einblick in sein Leben. Aufgewachsen in der DDR stieß er bereits als junger Erwachsener an die Toleranzgrenzen der damaligen „Diktatur“.
1Angefangen mit einem quietschgelben Franz Beckenbauer-Nicki zum Fahnenappell der Freien Deutschen Jugend bis hin zur Verweigerung des Verrats seines damaligen westdeutschen Freundes geriet er doch rasch ins Visier des damaligen „Staatssicherheitsdienstes“. Nach langer Zeit der Beobachtung und Schikane entschied er sich für die Freiheit und floh aus der DDR. Doch der Fluchtversuch scheiterte und seine erhoffte Freiheit endete im Gefängnis.
2Herr Röllig schaffte es, in unserer BAULA mit ca. 200 Teilnehmern eine Atmosphäre, die bis unter die Haut ging, zu schaffen. Er hält seit vielen Jahren diese Art von Vorträgen und verarbeitet auch so das Erlebte. Ein ganz wichtiger Teil seines ereignisreichen Lebens war seine Mopsdame Daphne, die ihm die Kraft und den Mut gab, weiterzukämpfen.

E. Lawitschka (Lehrerin von Abt. A)

Ausflug in die Sensorischen Welten

In unserem Beruf als Ergotherapeuten haben wir mit verschiedenen Krankheitsbildern und mit verschiedenen Menschen zu tun. Eine dieser Gruppen sind Menschen mit Sehbehinderungen, um uns darüber zu informieren und es selber einmal zu erleben, wie es ist, sehbehindert oder gar ganz blind zu sein, sind wir die DERG.17 Klasse zusammen mit unserem Klassenlehrer Herr Putzing am 29. September in die Sensorischen Welten nach Halle gefahren. Wir wussten nicht was auf uns zukommen würde. Wir wurden in einen kleinen Raum mit Stühlen und einer Videoleinwand geführt. Dort angekommen, haben wir uns etwas über Sehbehinderungen unterhalten und dann ging es auch schon los. Das Licht wurde ausgemacht und alles wurde schwarz, so blind sollten wir nun einmal zu unserer Führerin und dann zurück auf unsere Plätze.

DERG17_01Nach dem diese Hürde gemeistert wurde, ging es auch schon weiter in den ersten Erfahrungsraum. Er bestand aus mehreren kleinen Teilen. So ging es durch einen Wald, ein Dorf und eine Stadt bis hin zu einem kleinen Brunnen. Als wir es endlich, ohne Verletzte, geschafft hatten ging es direkt weiter zum zweiten Erfahrungsraum. Hier wurde uns mit einem speziellem Licht eine Farbenblindheit vorgetäuscht. Uns wurden verschiedene Hilfsmittel gezeigt, die Sehbehinderte in ihrem Alltag helfen. Am Ende des Tages haben wir alle eine Augenbinde und einen Stock bekommen und mussten dann mit einem sehenden Partner blind über das Gelände der Sensorischen Welten stolpern. Am Ende wurden unsere Erwartungen mehr als übertroffen und wir können jedem diesen Ausflug ein mal empfehlen und bedanken uns herzlich für die Erfahrungen.

L. M. Bolinsky, S. Krüger (DERG.17)

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