Sie engagiert sich für die Schüler: „Wir werden wirklich gefragt…“

Heike Burschitz, Vertrauenslehrerin und Leiterin des Schülerrats weiß es als eine der Ersten: Saliha Klein ist auch dieses Jahr zur Vorsitzenden des Kreisschülerrats gewählt geworden. Zum dritten Mal hat sie diese Position nun inne. „Herzlichen Glückwunsch!“, sagt Vertrauenslehrerin Heike Burschitz und das sagen wir als gesamtes Team der BbS ABi natürlich auch. Denn Saliha Klein, die bei uns die BFOS.21-B besucht, ist auch stellvertretende Schülerratssprecherin unserer Schule am Standort Bitterfeld. Letztes Jahr war sie Vorsitzende. Aber wie kriegt sie das alles unter einen Hut? Und warum engagiert sie sich? Was hat der Schülerrat für Ideen? Wie funktioniert überhaupt die Zusammenarbeit innerhalb des Schülerrats? Wie oft geht sie zu Sitzungen? Was hat Saliha später mal beruflich vor? Wir haben sie einfach mal gefragt.

Hier das Interview mit Saliha Klein.

Warum hast Du Dich zur Vorsitzenden des Kreisschülerrats wählen lassen? Wie kam es dazu?

Saliha: Lustige Geschichte. Das war eigentlich nie geplant. Aber in der 9. Klasse wurde ich das erste Mal zur Klassensprecherin gewählt, dann zur Schülersprecherin meiner damaligen Sekundarschule. Dann kamen die Wahlen zum Kreis, da bin ich hingefahren und habe gemerkt, wie toll ich das eigentlich finde. Das erste Jahr war ich also nur Mitglied. Die Jahre drauf dann Vorsitzende. Beim zweiten Mal, hatte nämlich eine der „Betreuerinnnen“ des Gremiums vorgeschlagen, ich solle mich doch zur Wahl aufstellen lassen. Um ehrlich zu sein hatte ich leichte Panik, denn einen Vorsitz von so einem Gremium zu haben, war einschüchternd, aber interessant. Mein Interesse und Ehrgeiz haben überwogen und ich habe mich wählen lassen.  Und das drei Jahre infolge. Der Hauptgrund für all das ist eigentlich, dass ich Freude dabei empfinde, mich für andere stark zu machen, in diesem Fall andere Schüler und die Meinung von vielen sicher zu vertreten. Auch wir Schüler sollten einfach gehört werden!

Was kann man über den Kreisschülerrat bewegen?

Saliha: So wie der Name schon sagt, ist das Gremium für die Schüler im Landkreis zuständig. Die Aufgaben sind ganz unterschiedlich. Vor allem können sich die Schüler aber mit Problemen an uns wenden und wir tragen diese weiter und finden Lösungen.

Warum engagierst Du Dich überhaupt?

Saliha: Gute Frage. Ich engagiere mich, weil ich weiß, wie es ist nicht gehört zu werden. Diese Gremien geben uns eine Stimme. Und natürlich möchte ich Helfen, Unterstützen und etwas bewirken, aber auch Anleiten und Weitergeben. Es bereitet mir dazu auch viel Freude.

Du hast Dich auch beim Schülerrat unserer Schule wieder zur Wahl gestellt? Warum? Was waren Deine bisherigen Erfahrungen?

Saliha: Richtig. Bisher kann ich sagen, dass ich die Zusammenarbeit mit Frau Burschitz, Frau Heit, der Schulleitung und anderen sehr schätze. Ich hatte es davor nicht erlebt, dass der Schülerrat so einbezogen wird und wichtige Dinge übernimmt. Sei es die große Beteiligung an der Titelverteidigung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR-SmC) oder das Helfen beim Sportfest. Gut ist, dass wir wirklich gefragt werden und nicht nur auf dem Papier existieren. Außerdem ist es schön alle Bereiche vertreten zu haben, also Fachoberschule etc. Grundlegend kann ich also sagen, dass die Arbeit im Schülerrat Spaß macht und man das Gefühl hat, gebraucht zu werden und wirklich etwas für die Schule beizutragen.

Was sind die diesjährigen Ziele, die Ihr Euch hier an der Schule stellt? Was möchtest Du im Schülerrat der Schule gemeinsam mit den anderen umsetzen?

Saliha: Wie schon gesagt, steht die Titelverteidigung „SoR-SmC“ im Raum. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen. Dafür planen wir etwas und ich glaube fest, dass es gut wird. Auch an der digitalen Willkommensmappe für Schüler arbeiten wir weiter. Und natürlich sind wir immer für die Schülerschaft da und helfen gerne, wo wir können.

Wie oft tagt jeweils der Schülerrat und wie kriegst Du die drei Positionen trotz Schulpensum unter einen Hut?

Saliha: Wir tagen mindestens einmal im Monat, bei wichtigen Dingen zwischendurch, natürlich öfter. Und tatsächlich bringe ich 3 Positionen unter einen Hut. Stellvertretende Vorsitzende des Schülerrates BbS ABi, Vorsitzende des Kreisschülerrates und Vollmitglied im Landesschülerrat. Das klingt erst einmal viel, doch mit einer guten Struktur und Einteilung klappt das. Ich plane recht viel im Voraus und bin oft „ausgebucht“, aber das macht mir nichts. Dann sitzt man mal einen Nachmittag mehr da und arbeitet. Nach vier Jahren in diesen Gremien und Schule, da läuft das fast von allein.

Möchtest Du noch Lehrerin werden? Welchen Berufswunsch hast Du?

Saliha: Ich denke, dass ich dabei bleibe, zu sagen, dass ich Lehrerin werden möchte. Doch welcher Weg es wird und wo es mich noch hintreibt, steht noch nicht ganz fest.

Hast Du eigentlich Zeit für Hobbys?

Saliha: In der Tat habe ich Hobbys. Ich betätige mich künstlerisch, lese unheimlich viel und gern, verfolge das kreative Schreiben, gehe gerne wandern und einiges mehr. Je nach dem, für was Zeit bleibt und auf was ich Lust habe.

Herzlichen Dank!

L.Dietsch

 

 

 

 

Lust auf Marine oder generell Bundeswehr?

Am 18. Oktober 2022 haben uns in Köthen drei Personen der Bundeswehr (speziell der Marine) per Marinebus und Vortrag über die Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr informiert.
Meine Gruppe der AKB.20 (Kaufleute für Büromanagement) besuchte zuerst den Marinebus. Dort begrüßten uns Oberstabsgefreiter Neumann und Obermaat Gaidies. Oberstabsgefreiter Neumann trat vor 16 Jahren aus Familientradition bei. Seitdem half er z. B. beim Retten von Flüchtlingen im Mittelmeer 2013. Obermaat Gaidies wollte vor sieben Jahren nicht die Erfahrung der Bundeswehr missen und ist seitdem Teil des Teams, zum Beispiel als Kampfschwimmer. Beide erzählten uns über die Aufgaben der Marine: den Schutz der See- und Handelswege, der Seenotrettung oder dem Küstenschutz. Wusstet ihr, dass 90 Prozent des Handels über Seeweg verlaufen? Neben Modellen von U-Booten und Schiffen zeigten sie uns auch ein Einsatzvideo der Kampfschwimmer. So erfuhren wir, dass ihre Rüstung zwischen 50 und 60 kg wiegen kann und sie für Überwasser, Unterwasser und der Luft ausgebildet werden. Wie sieht es eigentlich mit der Familienfreundlichkeit aus?, fragten wir. Durchschnittlich 220 Tage verbringt man auf See (Ost- oder Nordsee). Neben der Marine gibt es aber noch mehr zu entdecken in der Bundeswehr. Darüber informierte uns Hauptfeldwebel und Karriereberatungsfeldwebel Kügler. Sie ist seit 2009 Teil der Bundeswehr und wurde damals über Freunde angeworben. Anhand eines Videos erfuhren wir über die Gründung der Bundeswehr 1955, der Erlaubnis für Frauen, in der Bundeswehr zu dienen seit 2001. Neben den Streitkräften und somit dem militärischen Weg kann man bei der Bundeswehr auch zivil in der Bundesverwaltung arbeiten. Insgesamt gibt es 54 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in kaufmännischen, handwerklichen, technischen, medizinischen und informatischen Bereichen. Tatsächlich gibt es auf dem militärischen Weg 4600 unterschiedliche mögliche Laufbahnen. Die Mindestvoraussetzungen sind: ein Alter von 17 Jahren, eine Größe von mindestens 1,55 m und ein Gewicht von mindestens 50 kg. Eine abschließende Empfehlung, die uns am Ende mit auf den Weg gegeben wurde, ist der freiwillige Wehrdienst. Dabei ist die Verwendung und der Dienstort frei auswählbar und man kann zwischen sieben und 23 Monaten in die Bundeswehr reinschnuppern. Wenn Ihr interessiert seid, findet Ihr weitere Informationen unter: https://www.bundeswehrkarriere.de/freiwilliger-wehrdienst-378.

Anna Wegent  (AKB.20)


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