Und plötzlich passiert ein Unfall…

Mehrere Krankenwagen, Polizeiautos, Feuerwehren stehen vor der Berufsschule in Bitterfeld. Ohrenbetäubend erschallen die Sirenen. Was ist da passiert in den BbS ABi? Passanten werfen bange Blicke zum Schulgebäude. Schulleiter Rainer Woischnik warnt und gibt gleichzeitig Entwarnung. Es ist der 27. September 2021, die Auftaktveranstaltung zur Woche der Verkehrserziehung. Schulklassen stehen auf dem Hof, werden Zeuge was passiert, wenn der Ernstfall da ist. „Junge Fahranfänger sind schließlich im Straßenverkehr Risikogruppe Nummer Eins. 65.605 Unfälle gab es in Sachsen-Anhalt im Jahr 2020, 123 Tote“, sagt Rainer Woischnik. Jeder Unfall ist einer zu viel. Der Schulleiter weiß, wovon er spricht. Er selbst musste schon zu Beerdigungen von Schülern. Deshalb ist ihm die Sensibilisierung der Schüler und Schülerinnen Herzenssache. Und diese wird, so Woischnik, „eben nicht im Unterrichtsraum per Video praktiziert“, sondern lebendig, hautnah gezeigt. Lehrer Frank Böttcher, der sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, übernimmt das Kommando. Dann geht alles sehr schnell.
Seit 2003 setzt die Schule auf die Aktionswoche. Ob Fahrsicherheit am Auto, sicheres Fahren unter erschwerten Bedingungen (Wetterverhältnissen), Crashtests, Überschlagsimulator oder ein Seminar der Staatsanwaltschaft – alles das sind Stationen, die die Schüler absolvieren. Auch die zweitägige freiwillige Blutspende-Aktion, die vom DRK in der Aula organisiert wird, gehört dazu. Ein gutes Gelingen allen Teilnehmern und Beteiligten. Danke an alle Partner wie ADAC, die Verkehrswacht, die Polizei, die Feuerwehr, das Bestattungsunternehmen Antea sowie die Staatsanwaltschaft, die das ermöglichen. Und danke für die Organisation durch Koordinator Frank Kürbitz.

L.Dietsch





Nichts für schwache Nerven

Am 20.09.21 konnten 20 zukünftige Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen, hälftig aus den Klassen AERG20 und AERG21, die Meckelschen Sammlungen im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg besuchen. Aufgrund von Corona dürfen im Moment maximal 20 Personen die Sammlungen betreten. Die anderen Schüler folgen am 30.09. nach. Die Sammlungen gehören zu den umfangreichsten anatomischen Sammlungen in Europa und sind seit Juni 2015 national wertvolles Kulturgut Deutschlands. Die Schüler konnten Anatomie hautnah erleben und anatomische Besonderheiten betrachten. Im human-anatomischen Sammlungsbereich sind die Präparate nach Gesichtspunkten der systematischen Anatomie wie z. B. nach dem Bewegungsapparat oder Herz-Kreislauf geordnet. Auch ganze Skelette, Schädel und einzelne Knochen sind ausgestellt. Besonders beeindruckt waren die Schüler von den Feuchtpräparaten zur embryonalen Entwicklung. Obwohl einigen Schülern  die Präparate auf den Magen schlugen, zeigten sie sich interessiert und erkannten aufmerksam die anatomischen Besonderheiten. Zum Ende der Führung durften die Schüler noch den altehrwürdigen Anatomievorlesungssaal besuchen. Sie erfuhren wie damals Anatomievorlesungen anhand von menschlichem Leichnam abgehalten wurden. Bevor die Klassen sich auf den Rückweg machten, beantworteten sie ein Quiz zur Sammlung und Universität.

C.Engelmann

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